E-10 Verträglichkeit

… und Haftungsfragen

Durch die Deutsche Automobil Treuhand GmbH (DAT) wird eine ständig aktualisierte E-10 Verträglichkeitsliste für Kraftfahrzeuge herausgegeben.

Schilder, Fragezeichen

Aber wie sind diese Aussagen rechtlich zu bewerten und was bedeuten sie für Verbraucher und Kfz-Händler?

Zunächst einmal haftet der jeweilige Hersteller hinsichtlich seiner Angaben zur E-10 Verträglichkeit gegenüber der DAT. Allerdings liegt im Fall eines Motorschadens die Beweispflicht bei dem Verbraucher. Er müsste nachweisen, dass im konkreten Fall der Schaden durch die Unverträglichkeit von E-10 hervorgerufen wurde. Eine Einschätzung, inwiefern ihm dies gelingen könnte, ist derzeit kaum möglich. Voraussetzung wäre sicherlich ein entsprechendes Gutachten, das jedoch zunächst mit erheblichen Kosten verbunden sein dürfte. Zudem könnte der Hersteller mit einem Gegengutachten erreichen, dass die Beweislage schwierig bleibt. Der Ausgang eines solchen Verfahrens kann im Moment in keiner Weise eingeschätzt werden.

Unter Umständen wendet sich der Verbraucher im Schadensfall auch an den Händler, bei dem er das Fahrzeug gekauft hat oder an seine Fachwerkstatt, die das Fahrzeug regelmäßig überprüft. Werden nun durch den Händler oder die Werkstatt eigene Aussagen zur E-10 Verträglichkeit getroffen, ist eine Haftung nicht auszuschließen. Ihnen ist daher anzuraten, grundsätzlich und ausschließlich auf die E-10 Verträglichkeitsliste des DAT, die auf den Angaben der jeweiligen Hersteller basiert, hinzuweisen. Schriftliche Aussagen sollten in jedem Fall mit dem Hinweis versehen werden, dass ausschließlich die in der Liste getroffenen Angaben der Hersteller maßgeblich sind und zudem mit einem Haftungsausschluss versehen werden.

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