Philosophie

Juristen sind häufig nicht sonderlich beliebt … Man lernt sie meist in unangenehmen Situationen kennen, also dann, wenn ein Konflikt, an dem man in der einen oder anderen Weise beteiligt ist, bereits besteht.  Und die Lage entspannt sich erst, wenn dieser Konflikt gelöst ist und man den Anwalt nicht mehr braucht.

Aber auch manch spektakuläre Medieninformation über ein Straf- oder sonstiges Gerichtsverfahren trägt dazu bei, dass das Ansehen der Juristen in der Öffentlichkeit zumindest zwiespältig betrachtet wird, denn jeder Bürger beurteilt eine solche Meldung nach seinem eigenen Rechtsempfinden.

Das Fundament des Rechts ist die Humanität.(Albert Schweitzer)

Philosophie - Rechtsanwalt Landsberg am Lech

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Ein weiterer Aspekt: Ebenso wie Richter und Staatsanwälte ist der Anwalt nach der deutschen Rechtsordnung ein Organ der Rechtspflege und damit ein Vertreter des Rechts. Und gleichzeitig geht sein Auftrag weit über die Verpflichtung zur Einhaltung der Gesetze hinaus: In einem juristischen Konflikt stehen sich in der Regel zwei Seiten in ihrer Interessenlage konträr gegenüber – im Strafrecht beispielsweise der Staat (vertreten durch den Staatsanwalt) und ein Beschuldigter (vertreten durch seinen Rechtsanwalt); bei anderen Rechtsgebieten, z.B. dem Zivilrecht handelt es sich dagegen häufig um eine Streitigkeit zwischen zwei Personen – beide u.U. anwaltlich vertreten.

Alle beteiligten Anwälte haben die Gesetze zu achten und ihre Tätigkeit am geltenden Recht zu messen. Wie kommt es dann aber zu verschiedenen Betrachtungsweisen und im Ergebnis zu völlig unterschiedlichen Beurteilungen einer Handlung oder eines Sachverhalts?

Die Antwort ist einerseits einfach, andererseits eine der Ursachen für das zwiespältige Ansehen der Rechtsanwälte in der Öffentlichkeit: Der Auftrag eines Rechtsanwalts besteht in der parteilichen Interessenvertretung! Er ist nicht nur ein Anwalt des Rechts, sondern in erster Linie der Anwalt seines Klienten, was mehr bedeutet, als nur im Namen des Gesetzes zu handeln. Für letzteres sind Justiz, Staatsanwaltschaft oder Gerichte zuständig. Der Rechtsanwalt dagegen ist nicht der Interessenvertreter des Staates. Er ist als Mensch und als Fachmann für seine Mandanten da und hat ihre Interessen im Rahmen der Gesetze zu vertreten.

Besser als einer, der weiß, was recht ist, ist einer, der liebt, was recht ist; und besser als einer, der liebt, was recht ist, ist einer der Begeisterung fühlt für das, was recht ist. (Lao-tse)

Die Tätigkeit als Rechtsanwältin ist für mich gleichzeitig Beruf und Berufung. Und ein guter Anwalt ist sich der Tatsache bewusst, dass eine leidenschaftliche Vertretung der Interessen seines Mandanten nur möglich ist, wenn er diese nachvollziehen kann. Ich bin gern bereit, Sie zu vertreten, wenn Sie in einem juristischen Konflikt Unterstützung benötigen, um ihre Rechte durchzusetzen. Wenn es jedoch allein darum geht, die eigenen Interessen einseitig auf Kosten und zum Nachteil eines anderen durchzusetzen, bin ich die falsche Ansprechpartnerin.


Die optimale Betreuung und Vertretung der Mandanten ist für mich oberstes Gebot.


Aber das setzt Vertrauen voraus – auf beiden Seiten. Natürlich wird ein Mandant nur einen Anwalt beauftragen, dem er vertraut. Gleichzeitig ist eine erfolgreiche Beratung, Vertretung oder Verteidigung aber nur möglich, wenn sich der Rechtsanwalt auf die Angaben seines Klienten stützen kann, denn die beste Vertretungs- oder Verteidigungsstrategie stürzt wie ein Kartenhaus in sich zusammen, wenn dem Anwalt wichtige Informationen vorenthalten werden, die ihm dann später von der Gegenseite präsentiert werden. In diesem Sinn lege ich Wert auf ein offenes Wort.

Sie können gern unverbindlich Kontakt zu meiner Kanzlei aufnehmen.