Anwalt Verkehrsstrafrecht - Kanzlei Andresen Landsberg am Lech

Anwalt Verkehrsstrafrecht - Autofahrer

Abgrenzung Verkehrsstrafrecht – Ordnungswidrigkeiten


Das Verkehrs-Ordnungswidrigkeitenrecht (siehe „Bußgeldbescheid„) befasst sich mit den „leichten“ Verstößen im Zusammenhang mit dem Straßenverkehr. Dazu gehören z.B. Abstandsverstöße, Geschwindigkeitsüberschreitungen, Rotlichtverstöße etc.. Dabei handelt es sich um geringfügige Gesetzesübertretungen, die nur mit einer Geldbuße (evtl. zusätzlich Fahrverbot) geahndet werden.

Dagegen bezieht sich das Verkehrsstrafrecht auf Delikte, deren Auswirkungen erheblich sein können und die mit Strafen bedroht sind. (Auch wenn es oft anders wahrgenommen wird: Eine Geldbuße ist im rechtlichen Sinn keine Strafe, sondern hat lediglich ermahnenden Charakter).

Verkehrsstraftaten sind Delikte, die wichtige gesellschaftliche Werte erheblich gefährden Dazu gehört zunächst die Gefährdung der Gesundheit oder des Lebens (z.B. Gefährdung des Straßenverkehrs, § 315c StGB). Aber auch die Beeinträchtigung von Vermögenswerten stellt eine Straftat dar (z.B. das unerlaubte Entfernen vom Unfallort, § 142 StGB).

Ein (einfaches) Beispiel zur Abgrenzung zwischen Verkehrs-Ordnungswidrigkeit und Verkehrsstraftat: Geringfügige Geschwindigkeitsverstöße ohne Folgen sind eine Verkehrs-Ordnungswidrigkeit. Aber illegale Autorennen sind eine Straftat (§ 315d StGB).


Verkehrsstraftaten


Zu den Verkehrsstraftaten gehören u.a.

  • Fahren ohne Fahrerlaubnis
  • Drogenfahrt
  • Trunkenheitsfahrt
  • Beleidigung im Straßenverkehr
  • unerlaubtes Entfernen vom Unfallort
  • Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz
  • Fahrlässige Körperverletzung
  • Fahrlässige Tötung
  • Gefährdung des Straßenverkehrs
  • Nötigung im Straßenverkehr
  • Gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr

Verkehrsstrafrecht – Anwalt


Warum bei Verkehrsstraftaten einen Anwalt beauftragen?

Die Antwort ist einfach. Denn die Gründe sind (zunächst) die Gleichen, wie im allgemeinen Strafrecht.

Aber es gibt verschiedene Besonderheiten bei Straftaten im Zusammenhang mit dem Straßenverkehr: Einerseits sind eine erhebliche Anzahl der Verkehtsstraftaten Fahrlässigkeitsdelikte. Und selbst wenn diese teilweise durch die Staatsanwaltschaft eingestellt werden, liegt darin eine erhebliche Gefahr:

Führt ein Verkehrsunfall zu einem Personenschaden, wird ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleiet – egal, ob Sie Unfallverursacher sind oder als Fahrer unschuldig an einem Verkehrsunfall beteiligt waren. Wenn Letzteres der Fall ist, wird das Ermittlungsverfahren eingestellt.

Aber der Eintrag wird in der Datenbank der Polizei nicht gelöscht! Wenn Sie Pendler sind, oder aus sonstigen Gründen häufig längere Strecken mit dem PKW fahren und trotz eigener Umsicht mehrfach unschuldig in einen Verkehrsunfall verwickelt wahren, führt das zu folgendem Problem: In der Datenbank der Polizei sind mehrere Einträge wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung enthalten. Erfahrungsgemäß führt eine simple Verkehrskontrolle dann dazu, dass Sie das Wort „simpel“ streichen und sich der ungeteilten Aufmerksamkeit der Polizeibeamten (ggf. inklusive weiterer Maßnahmen) sicher sein können.

Andererseits führen viele Verkehrsdelikte zu Führerschein-Problemen. Entweder droht der
Führerscheinentzug oder die Anordnung einer medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU). In beiden Fällen kann Ihnen anwaltliche Beratung oder Vertretung helfen, das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Aber: Zaubern kann auch ein Anwalt im Verkehrsstrafrecht nicht!


Wenn Sie Beratung oder Vertretung bei einem Verkehrsdelikt benötigen, können Sie gern Kontakt zu meiner Kanzlei aufnehmen.

Ich bin bundesweit für Sie tätig.