Strafverteidigung im Sexualstrafrecht - bundesweit

Mann + Frau Rücken an Rücken, Paragraphenzeichen

Bei Sexualstraftaten ist eine besondere Sensibilität sowohl im Umgang mit dem vermeintlichen Täter als auch dem eventuellen Opfer erforderlich. Denn die Beweissituation ist meist kompliziert. Überwiegend handelt es sich um Aussage-gegen-Aussage-Konstellationen.

Der Vorwurf eines Sexualdelikts hat für den Verdächtigen erhebliche Auswirkungen. Denn schon der Verdacht einer Sexualstraftat führt oft bereits zu negativen familiären und beruflichen Konsequenzen, sowie zu einer sozialen Isolation des Verdächtigen.

Die Ermittlungen bei Sexualdelikten werden nicht selten einseitig geführt. Dem mutmaßlichen Opfer wird „blind“ geglaubt. Denn dessen Aussage geht an den ermittelnden Polizeibeamten nicht spurlos vorüber. Dagegen ist zwar grundsätzlich nichts einzuwenden: Denn eine wirkliche Sexualstraftat hat für das Opfer erhebliche Auswirkungen.

Aber die Erfahrung zeigt, dass im Sexualstrafrecht falsche Anschuldigungen häufiger sind, als bei anderen Delikten. Daher sollten die Ermittlungsbeamten diese Möglichkeit auch immer in Betracht ziehen. Leider ist das meist nicht der Fall. Und der Strafverteidiger muss die Ermittlungsbehörden nicht nur an die Unschuldsvermutung erinnern, sondern auf Widersprüche hinweisen, denen die Ermittlungsbehörden nicht nachgegangen sind.


Sexualstrafrecht – Delikte


Das Sexualstrafrecht umfasst etliche unterschiedliche Konstellationen und Tatbestände. Sie sind in den Paragrafen 174 bis 184j im dreizehnten Abschnitt Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung des Strafgesetzbuchs geregelt. Zu den Sexualdelikten gehören u.a.:

  • Vergewaltigung
  • sexuelle Nötigung
  • sexueller Missbrauch
  • sexuelle Belästigung
  • Verbreitung, Erwerb und Besitz von Kinderpornografie, bzw. Jugendpornografie

Strafverteidigung bei Sexualstraftaten


Bei dem Vorwurf einer Sexualstraftat ist sofortiges Handeln besonders wichtig. Zwar ist der Verdächtige oft der Letzte, der von dem Vorwurf erfährt (z.B. durch eine Hausdurchsuchung), aber spätestens zu diesem Zeitpunkt sollte er einen Strafverteidiger mit seiner Verteidigung beauftragen. Denn so besteht evtl. die Möglichkeit, den Verdacht bereits im Ermittlungsverfahren auszuräumen.

Und selbst wenn die Staatsanwaltschaft die entlastenden Momente nicht zur Kenntnis nimmt, ist das Gericht vielleicht aufmerksamer und lehnt die Eröffnung des Hauptverfahrens ab (Verteidigung im Strafverfahren).

Und wenn bis dahin alles nichts geholfen hat: Eine umfassende Kenntnis des Geschehens hilft dem Strafverteidiger nicht nur im Ermittlungsverfahren. Er kann so auch die Weichen für die Hauptverhandlung stellen.


Wenn Sie Beratung oder Vertretung bei einem Sexualdelikt benötigen, können Sie gern Kontakt zu meiner Kanzlei aufnehmen.

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