Vorratshaltung Onlineshop

Zur Vorratshaltung bei Angeboten in einem Online-Shop

OLG Hamm, Urteil vom 22.04.2010, I-4 U 205/0918

Frachtcontainer

Die in einem Online-Shop angebotene und beworbene Ware muss nach ständiger Rechtsprechung auch in ausreichender Menge verfügbar sein. Ist dies zum angekündigten Zeitpunkt entgegen der Erwartung eines Kunden nicht der Fall, ist die entsprechenede Werbung grundsätzlich als irreführend und damit wettbewerbswidrig anzusehen.

Sollten die in einer Werbung angebotenen Waren zu diesem Zeitpunkt nicht oder nicht in ausreichender Menge vorrätig sein, ist der Händler verpflichtet, bereits im Rahmen des Angebotes auf diesen Umstand ausdrücklich hinzuweisen.

Es ist nicht ausreichend, wenn ein Internethändler erst in der Auftragsbestätigung erklärt, dass die Lieferung – soweit die Ware vorrätig ist – innerhalb von fünf Tagen erfolgt. Der Hinweis auf mögliche Lieferbeschränkungen muss bereits mit dem Angebot, also vor der Bestellung des Kunden, erfolgen – so das OLG Hamm.

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